Blue C fährt Rekordminus ein
Für das Geschäftsjahr 2000 hat der auf dem Neuen Markt notierte E-Business-Dienstleister Blue C seine geplanten Ergebnisse hauptsächlich auf Grund des Incubator-Geschäfts deutlich verfehlt.
Für das Gesamtjahr 2000 ergab sich ein untestierter Jahresumsatz von 4,7 Millionen Euro gegenüber den im Sommer 2000 prognostizierten 11,1 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse übertrafen damit jene des Geschäftsjahres 1999 noch um 38 Prozent.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Minderheitenanteilen und Kosten für eingestellte Geschäftsaktivitäten belief sich im Berichtszeitraum auf minus 17,7 Millionen Euro, gegenüber minus 1,4 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 1999, teilte Blue C heute mit.
Die testierten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2000 werden am 30. März 2001 veröffentlicht.
Aktienabsturz nach Blue-C-UmsatzwarnungUrsachen
Die Abweichung von den Prognosen geht im Wesentlichen auf die am 19. Februar erwähnten, nicht realisierbaren Umsätze aus dem Servicegeschäft für Beteiligungsgesellschaften der Blue C Incubation & Venture Management AG sowie auf entfallenes Neukundengeschäft zurück.
In den ersten drei Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres entwickelte Blue C im Bereich Incubation fünf wesentliche Projekte.
Die Verschlechterung der Marktsituation für Incubation-Geschäfte ab Herbst 2000 bewirkte, dass externe Investoren für diese Incubation-Projekte nicht gewonnen werden und dadurch erbrachte Entwicklungsarbeiten im vierten Quartal 2000 nicht verkauft werden konnten, so das Unternehmen.
Neben den Ländergesellschaften in Schweden und den USA werden nun auch jene in Großbritannien und Frankreich geschlossen. Das ermöglicht eine stärkere Fokussierung auf die Kernmärkte in Österreich, Deutschland und Spanien.
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