21.03.2001

KONTROLLE

Bildquelle: companies

Filterei und Detektei kooperieren

Der Filterhersteller Webwasher will durch eine Partnerschaft mit dem Online-Suchdienst Cobion "das Abblocken unerwünschter Net-Seiten weiter verfeinern".

Unbekannte Technologie

Cobions technologischer Vorsprung ist allerdings umstritten: Die drei Firmengründer rühmen sich der Entwicklung der weltweit ersten Software zur Bilderkennung, die die Leistung des Gehirns beim Sehen kopiert.

Business und PR

Die Öffentlichkeitsarbeit Cobions orientiert sich an der internationaler "Cybercrime"-Sheriffs: Während das Unternehmen für Geschäftskunden nach illegal verwendeten Logos im Netz sucht - zum Beispiel während der Olympiade für das IOC -, machte es mit dem Aufspüren von 50.000 Hakenkreuzen im Internet öffentlich Furore.

Filtern, bis das Netz verschwindet

Webwasher bietet nach eigenen Angaben jetzt durch die Hilfe Cobions mit seiner neuen Version "EE 3.0" die "weltgrößte Filterdatenbasis" an.

Die neue Version der "Webwasher Enterprise Edition" basiere auf der weltweit größten Datenbasis von Internet-Adressen, sagte Webwasher-Vorstandschef Horst Joepen.

"Rund 1.000 Rechner durchforsteten laufend das Internet", um die Datenbank zu erstellen, erklärte Cobion-Chef Lamprecht.

Bei der Kategorisierung stütze sich Cobion auf eine Analyse von Bildern und Texten. In Bildern könne die Software bestimmte Muster erkennen.

Das Umfeld der Bilder werde dann nach Stichwörtern durchsucht. "Damit erreichen wir eine Trefferquote von rund 90 Prozent", sagte Lamprecht. Nach Angaben der Firmen erstellten die Mitbewerber ihre Filterkataloge dagegen manuell, daher sei die bei Webwasher verwendete Datenbank aktueller.