21.03.2001

TAT-14

Neues Tiefseekabel verbindet Europa und USA

Zwischen Europa und den USA ist heute ein neues transatlantisches Seekabelnetz [TAT-14] in Betrieb genommen worden, das ein Konsortium von 50 Telekommunikationsunternehmen mit einem Kostenaufwand von über 1,3 Milliarden USD errichtet hat.

Die Kapazität ist nach Angaben der Betreiber auf 640 Gigabit pro Sekunde ausgelegt.

Fortschritt

Deutsche-Telekom-Vorstandsmitglied Gerd Tenzer sagte heute, bei der Planung 1997 habe die Projektierung der Kapazität weit übertrieben erschienen. Die Planer hätten den Bedarf auf zehn Jahre gedeckt gesehen.

Heute zeige sich, dass schon bei Inbetriebnahme des Kabels nahezu 50 Prozent der Kapazität und Ende des Jahres bereits 80 Prozent der Kapazität mit Verkehr gefüllt sein werde.

Tenzer wies darauf hin, dass angesichts der zu erwartenden enorm anwachsenden Datenmengen ein Seekabel weitaus wirtschaftlicher sei als ein Satellitensystem.

Das als Ringkabel angelegte Netz verbindet zwei Stationen an der Ostküste der USA mit fünf europäischen Stationen. Da das Tiefseekabel zwei Mal den Atlantik durchquert, kann bei einer Störung auf die andere Kabelhälfte zurückgegriffen werden, sodass die Kapazität von 640 Gigabit pro Sekunde gewahrt wird. Das Kabel besteht aus vier Glasfaserpaaren, die nach den Angaben jeweils eine Übertragungsrate von 160 Gigabit je Sekunde haben. Ursprünglich waren die Kosten mit 1,5 Milliarden USD angesetzt worden.