max.mobil will heuer Gewinnzone erreichen
Beim zweitgrößten heimischen Mobilfunkbetreiber max.mobil klingeln nicht nur die Handys, sondern auch die Kassen. Im Jahr 2000 hat der Wiener Telekommunikationsbetreiber mit der Deutschen Telekom als Mutter im Kerngeschäft 12,4 Milliarden Schilling [901 Mio. Euro] umgesetzt, um 35 Prozent mehr als im Jahr davor.
Für heuer wird eine weitere Steigerung um 15 Prozent auf 14,3 Mrd. S erwartet. Damit solle nach dreijähriger Tätigkeit heuer erstmals die Gewinnzone im Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erreicht werden, sagten die max.mobil-Geschäftsführer Georg Pölzl und Friedrich Radinger am Mittwoch vor Journalisten.
Bisher 21 Milliarden Schilling investiert
Allerdings hat das Unternehmen seit seinem Start im Jahre 1998
bereits 21 Milliarden Schilling investiert, heuer sollen für den
Netzausbau weitere 3,6 Mrd. S dazukommen. Wann diese Investitionen
durch die Gewinne gedeckt werden könnten, könne man aus heutiger
Sicht nicht sagen. Wie der Wettbewerb in einem 6-Betreiber-Szenario,
das Österreich nach dem UMTS-Start erwarte, aussehen werde, sei noch
nicht absehbar. Alle Finanzkennzahlen von max.mobil entwickelten
sich aber positiv. Und die Investoren seien sich bewusst, dass der
Mobilfunkmarkt ein kapitalintensiver und langfristiger Markt sei, so
Pölzl.
max.mobilmax.mobil: Platz zwei mit 37 Prozent der Kunden
Im vergangenen Jahr wuchs die Penetration auf dem heimischen Handymarkt von 50 auf 70 Prozent. Ende 2000 waren rund 5,6 [1999: 4,0] Millionen Handys im Umlauf.
Auf max.mobil entfielen dabei nach eigener Rechnung rund 37 Prozent der Kunden. Marktführer war demnach A1 mit 44 Prozent, an dritter Stelle lag one mit 17 Prozent. Der Rest, nämlich zwei Prozent, kam auf tele.ring.
Rund 57 Prozent der max.mobil-Kunden haben ein Prepaid-Handy, die anderen 43 Prozent sind Vertragskunden.
Für heuer 600.000 Neukunden erwartet
Heuer wird laut Pölzl der Markt nur noch geringfügig um rund 600.000 Neukunden vor allem im Bereich Zweithandy wachsen. max.mobil will davon wieder rund ein Drittel für sich lukrieren. "Wir haben somit das ergeizige Ziel, unseren Marktanteil heuer zu halten", erklärte Radinger. Neben dem Kerngeschäft trug im vergangenen Jahr die im Jahr 1999 akquirierte Handelskette Niedermeyer 3,3 Milliarden Schilling zum max.mobil-Ergebnis bei. Ein konsolidierter Umsatz wird allerdings nicht bekannt gegeben.
