Verschlüsselung für M-Kommerz
In Großbritannien wird ein neues Verschlüsselungssystem erprobt, das den Einsatz von digitalen Signaturen auch beim M-Commerce via Mobiltelefon ermöglichen soll. Dadurch könnten mobile Transaktionen sicherer gemacht werden, sind Experten überzeugt.
Ob das neue System allerdings eine ausreichende Verbreitung gewinnen kann, bezweifeln Marktbeobachter, weil der Austausch der SIM-Card dazu Voraussetzung ist.
Derzeit erprobt die britische "Radiocommunications Agency" das neue Verfahren, das vom britischen Mobilfunkkonzern Vodafone und der Sicherheitsfirma Secartis gemeinsam entwickelt wurde.
Potenzielle Goldgrube für Vodafone
Laut Secartis-COO Thomas Koelzer ist es damit zum ersten Mal
gelungen, Sicherheitssystem und Anwendung eindeutig zu trennen. Die
Software funktioniert mit 90 Prozent der derzeit auf dem Markt
befindlichen Mobiltelefone. Die SIM-Card muss allerdings in jedem
Fall gewechselt werden. Koelzer sieht in dem Verfahren bereits eine
Goldgrube für Vodafone. Schließlich könnte für jede Transaktion eine
Lizenzgebühr verrechnet werden.
Vodafone
Radiocommunications AgencyAnalyst Jamie Moss sieht zwar den Bedarf nach mehr Sicherheit im M-Commerce, bezweifelt aber, dass die Anwender bereit sind, dafür die Kosten zu tragen.
"Je höher die Kosten einer Transaktion werden, desto eher kaufen die Menschen auf konventionellem Weg ein", so Moss.
