NL-Regulierungsbehörde gegen KPN
Das ehemalige staatliche niederländische Telekom-Unternehmen KPN soll seinen Netzzugang für Konkurrenten öffnen und seine Preisstrukturen transparenter gestalten.
Wie die niederländische Regulierungsbehörde Opta am Freitag anordnete, muss KPN die Voraussetzung schaffen, damit Konkurrenten die Geräte für den Zugang zum KPN-Netz installieren können. Wo der Telekommunikationskonzern dazu nicht in der Lage sei, müsse er Alternativen anbieten.
Darüber hinaus solle KPN ihre Preise für die Durchleitung transparenter machen.
Preise runter, Netze auf
Der niederländische Telekommunikationskonzern muss seine Preise
senken, wenn die Gebühr, die die Konkurrenten für die Nutzung der
Netze an sie entrichten muss, über den Kosten liegt, die KPN für die
Durchleitung entstehen. Sie muss auf Anordnung der Behörde auch dann
diese Gebühr senken, wenn sie über dem marktüblichen Preis liegt.
Opta wurde aktiv, nachdem Versatel Telecom International NV im
vorigen Juli eine Klage gegen KPN angestrengt hatte, weil diese
dritten Parteien den Zugang zu ihrem Netzwerk verwehre.
OptaChancengleichheit bei Breitband
Konkurrenten benötigen diese Leitungen, damit sie Breitband-Internetdienste anbieten können. Die niederländische Regulierungsbehörde verfügte nun, dass KPN mit einem solchen Angebot erst dann auf den Markt gehen darf, wenn sie Versatel die Möglichkeit eingeräumt hat, die technischen Vorbedingungen für einen Breitband-Internetdienst einzurichten.
KPN erwiderte, sie habe bereits 200 ihrer insgesamt 1.400 Telephonvermittlungen für Konkurrenten geöffnet. Im Laufe dieses Jahres sollten bis zu 550 weitere folgen. Die genaue Anzahl hänge von der Nachfrage der Wettbewerber ab. Als Resultat können dann laut KPN 70 bis 90 Prozent aller Endnutzer ihren Anbieter frei wählen.
KPN
