16.03.2001

CODE IM FLEISCH

Bildquelle: koch

Software gegen Rinderwahn

Modernste Informationstechnologie soll mithelfen, die Ausbreitung von Krankheiten wie Rinderwahnsinn [BSE] oder Maul- und Klauenseuche zu bekämpfen.

Das schwedische Unternehmen Intentia wird als erster Anbieter von Unternehmensanwendungen ein integriertes Software-System für die vollständige Rückverfolgung von Lebensmitteln auf den Markt bringen.

Das integrierte System soll dem Lebensmittelhandel völlig neue Möglichkeiten eröffnen, um die Herkunft der Produkte über die gesamte Lieferkette hinweg zurückzuverfolgen.

Ein besseres Rückverfolgungssystem bedeutet eine schnelle und sichere Identifizierung von beschädigten oder mit Krankheitserregern verseuchten Nahrungsmitteln.

Vom Bauernhof bis zur Kühltruhe

Die Kunden von Intentia bekommen mit der neuen integrierten Lösung die Möglichkeit, die einzelnen Fleischstücke von der Kühltruhe über die Verarbeitung, den Schlachthof, den Transport und den Tierärzten bis hin zum Herstellerbetrieb oder Bauernhof zurückzuverfolgen. Sollte eine Rückrufaktion für bereits ausgelieferte Fleischwaren erforderlich werden, so können die betreffenden Packungen nun problemlos identifiziert werden. Ohne diese besteht für die einzelnen Unternehmen eine große Gefahr, massive Verluste zu erleiden, wenn eine solche Situation eintritt wie jetzt bei der Maul- und Klauenseuche.

EU-Richtlinien zur Herkunftskontrolle

Die von Intentia vorgestellte integrierte Herkunftskontrolle bietet deutlich verbesserte Möglichkeiten für die Rückverfolgung der Produkte über die gesamte Lieferkette hinweg und entspricht den aktuellen EU-Richtlinien zur Herkunftskontrolle.

"Der Kunde bekommt mehr Sicherheit, weil er detaillierte Informationen darüber erhält, wo genau das Fleisch herkommt, und zwar nicht nur das Ursprungsland, sondern sogar den einzelnen Bauernhof", heißt es bei Intentia.