Auch Matsushita beugt sich Rambus
Mit Matsushita reiht sich bereits das achte Unternehmen in die Riege der Rambus-Lizenznehmer ein. Wie Rambus mitteilte, wird die japanische Firma Lizenzgebühren für SDRAM- und DDR-SDRAM-Controller bezahlen.
Matsushita, besser bekannt durch die Marken Panasonic und Technics, hat damit als erstes Unternehmen ein Lizenzabkommen mit Rambus abgeschlossen, das sich ausschließlich auf die Schaltungen für die Speicher-Controller bezieht.
Der Vertrag gilt rückwirkend für Produkte, die Matsushita ab dem 1. Oktober 2000 ausgeliefert hat. Finanzielle Details gab Rambus nicht bekannt.
Erst vor kurzem hatte sich Rambus mit Mitsubishi geeinigt. Der japanische Elektronikkonzern erkennt demnach die Technologie der SDRAM- und DDR-SDRAM-Speicher als geistiges Eigentum von Rambus an und zahlt dafür Lizenzgebühren. Mitsubishi war damit nach NEC, Hitachi, OKI, Samsung, Elpida und Toshiba der siebente Speicherhersteller, der sich mit Rambus außergerichtlich einigte und Lizenzgebühren an die Firma zahlt. Rambus stellt selbst keine Produkte her, hält nach eigenen Angaben aber weltweit 95 Patente, von deren Lizenzgebühren die Firma lebt.
Mitsubishi ist siebenter Rambus-LizenznehmerKlagen und Gegenklagen
Rambus hat letztes Jahr auch Hyundai und Micron wegen der Verletzung seiner Patente in Deutschland und Frankreich verklagt. Die Verhandlung in dieser Sache sollte eigentlich am 16. Februar vor einem Mannheimer Gericht stattfinden, wurde aber auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die beiden Unternehmen sind ihrerseits Ende August 2000 in den USA vor Gericht gezogen, da sie die Rechtmäßigkeit der Rambus-Patente bezweifeln.
Auch mit Infineon liegt Rambus gerichtlich im Clinch. Vor sechs Wochen hatte Infineon seine Klage gegen Rambus wegen der Verletzung von DRDRAM -Patenten zurückgezogen.
Das Verfahren wegen der umstrittenen SDRAM-Patente jedoch wurde am 13. März vor einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia eröffnet.
