Internet Explorer 6.0 kommt heute
Eine neue Version des Browsers Internet Explorer von Microsoft ist im Anrollen.
Der Internet Explorer [IE] 6.0 soll Gerüchten zufolge noch heute zum Download freigegeben werden. Auf jeden Fall wird IE 6.0 aber in das neue Windows XP integriert. Windows XP soll Anfang nächsten Jahres verfügbar sein.
Die meisten Verbesserungen verbergen sich unter der Haube: Die Rendering-Engine wurde gestrafft, die Kompabilität zu HTML-, CSS- und XML-Standards verbessert.
Optisch kaum Unterschiede
Optische Spielereien hat sich Microsoft, wie auch beim IE 5.5,
nicht geleistet. Dem Betrachter fällt lediglich eine weitere
Symbolleiste auf, die nicht oben, sondern links in das
Browserfenster integriert ist. Ansonsten ist das Look & Feel gleich
geblieben.
MicrosoftIE 6.0 samt Windows Media Player
Im IE 6.0 ist der Windows Media Player integriert, der Video- und Soundfiles abspielen kann. In der Praxis hat das den Vorteil, dass Multimedia-Dateien sofort angezeigt werden können, ohne ein extra Plug-in zu laden. Freilich wird die Ladezeit des IE selbst dadurch verlängert.
Der versprochene Cookie-Tracker ist in den frühen Betas, die bis dato vorliegen, noch nicht integriert. Auch die Linklist-Funktion, die alle Links einer Seite auflisten soll, ist nicht implementiert.
IE 6.0 schlägt Konkurrenten
Dafür kann der neue Internet Explorer bei der Geschwindigkeit
ordentlich punkten. In Benchmarks, die der deutsche TecChannel
durchgeführt hat, gewinnt die IE-6-Beta haushoch gegen den direkten
Widersacher Netscape 6. Auch Opera 5.02 muss den Kürzeren ziehen.
IE 6.0 im TecChannel-TestBessere Unterstützung für CSS & XML
Den CSS1-Standard unterstützt die IE-6-Beta praktisch komplett, in eingeschränktem Maße ist er auch CSS2-kompatibel. In Sachen XML-Support glänzt der Browser durch eine saubere Aufbereitung und Darstellung der Seiten.
Der Internet Explorer 6.0 unterstützt den P3P-Standard [Platform for Privacy Preferences Project], der vom W3C festgelegt wurde. Damit ist er der erste Browser, der P3P implementiert. Die Idee dahinter: Websites definiern über ein XML-basiertes Format, wie sie mit den persönlichen Daten eines Surfers umgehen.
Der Anwender wiederum legt mit Hilfe seines Browsers fest, wie freizügig er seine Privatinformationen preisgeben will. Ein automatischer Abgleich soll sicherstellen, dass keine allzu vertraulichen Daten des Benutzers übertragen werden.
