13.03.2001

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Bildquelle: ORF ON

E-Mails lernen sprechen

Auch wenn beim Aufruf von Webseiten gelegentlich einmal ein Ton erklingt - bisher war das Internet ein weitgehend stummes Medium.

Das soll sich nun schrittweise ändern: angefangen von Webseiten, die sprechen, bis zur E-Mail, die sich selbst vorliest.

IBM, aber auch kleine Firmen wie WeMedia haben Web-Browser speziell für die Bedürfnisse von Sehbehinderten und Blinden entwickelt.

"Webspeech" und "WebFormator" lesen Webseiten vor

Es gibt inzwischen aber auch mehrere kostenlose Programme, mit denen man sich Webseiten vorlesen kann, zum Beispiel den WebFormator von Frank AudioData oder den Logox WebSpeech Reader von G-Data.

Ziel von WebSpeech ist es ausdrücklich, dem Internet eine Wahrnehmungsebene hinzuzufügen, die die vor allem grafische Gestaltung der Webseiten ergänzen soll.

WebSpeech ist ein so genanntes Text-to-speech-Programm. Das heißt, es setzt normale Textzeilen in Sprache um. Der Vorteil dieses Systems ist, dass die über das Internet übertragenen Dateien sehr klein sind, da ja nur der reine Text und keine komplexen Klangdateien übertragen werden. Die Umwandlung findet erst auf dem Rechner des Betrachters statt.

Facemail: Sprachprogramm von IBM integriert

Während sich bei WebSpeech und ähnlichen Programmen oft nur ein Mund zu dem gesprochenen Text bewegt, geht die Firma LifeFX schon einen Schritt weiter und bringt mit ihrem Programm Facemail Gesichter auf den Bildschirm.

Schließlich sagt ein Lächeln oder ein Blinzeln oft mehr als viele Worte. Die Gesten und Bewegungen der Kunstgesichter, die den Text vorlesen, machen auch einen halbwegs realistischen Eindruck.

Facemail benutzt zur Umwandlung geschriebener Wörter ein Text-zu-Sprache-Programm von IBM, das zusammen mit Facemail installiert wird. Um eine solche E-Mail auch richtig umsetzen zu können, braucht natürlich der Empfänger ebenfalls Facemail.

Automatische Übersetzer stolpern leicht

Doch E-Mails sollen nicht nur sprechen lernen, dank "Personal Translator 2001" soll die gediegene Übersetzung in die gewünschte Sprache schon bald Wirklichkeit sein.

Vor allem vom Deutschen ins Englische ist die Übersetzungsleistung erkennbar gestiegen. Gute Dienste leistet die Software immer dann, wenn der Quelltext klar strukturiert und auch im Deutschen einfach verständlich ist.