12.03.2001

DT. TELEKOM

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Ermittlungen gegen Ron Sommer bestätigt

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat bestätigt, in Zusammenhang mit der Bewertung des Immobilienvermögens der Deutschen Telekom AG auch gegen den Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer zu ermitteln.

Der Vorstand und auch Sommer selbst seien von den Untersuchungen betroffen, sagte ein Sprecher der Behörde. Es lägen eine Reihe von Anzeigen vor.

Strafanzeige soll auf Vorstand erweitert werden

Diese "Aktionsgemeinschaft geschädigter T-Aktionäre" geht aber davon aus, dass die Justiz auf ihre Anzeige hin aktiv geworden ist.

Sie erwägt nun, die Strafanzeige auch auf den Aufsichtsrat der Telekom zu erweitern, wie einer ihrer Sprecher, Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen, der Agentur vwd sagte. Darüber soll im Laufe des Tages entschieden werden.

Nach den der Gruppe vorliegenden Informationen habe der Aufsichtsrat seit etwa zwei Jahren gewusst, dass das Immobilienvermögen des Bonner Konzerns zu hoch bilanziert gewesen sei. Dass die Kontrolleure daraufhin nicht interveniert hätten, erwecke ebenfalls den Verdacht eines Straftatbestands.

Die Telekom hatte kürzlich ihre Immobilien um zwei Mrd. Euro auf 15,2 Mrd. Euro abgewertet, wodurch sich ihr Jahresüberschuss um 1,5 Mrd. auf 5,9 Mrd. Euro verringert.

Aktionäre werfen Vorstand Aktienbetrug vor

Die Aktionäre werfen dem Vorstand Aktienbetrug vor: Er habe die Vermögenswerte der Telekom gegenüber den Anlegern wissentlich falsch dargestellt. Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt in Zusammenhang mit der Bewertung der Liegenschaften bereits seit dem vergangenen Jahr gegen den früheren Finanzvorstand Joachim Kröske.