Stellenabbau bei T-Online.DE
T-Online plant nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" den Abbau von 200 der insgesamt 1950 Arbeitsplätze.
Außerdem sollen Kunden für Anrufe bei Hotlines künftig zahlen. In einem Schreiben an T-Online-Mitarbeiter spricht das Management von einer "strategischen Neuausrichtung des Bereiches Customer Service".
Eine Bestätigung für den Bericht war bis Sonntagmittag nicht zu erhalten. T-Online will die Öffentlichkeit am Dienstag in Berlin über seine Unternehmensstrategie informieren.
Kundenservice ist personal- und kostenintensiv
"Der geplante Stellenabbau soll erreicht werden, indem befristete
Arbeitsverträge nicht verlängert werden. Davon sind vor allem
Mitarbeiter in Call-Centern und bei Service-Hotlines betroffen",
heißt es. Das T-Online-Management betone in dem Brief: "Dank
intensiver Bemühungen aller Beteiligten konnte die Erreichbarkeit
des Kundenservice auf einem sehr hohen Niveau stabilisiert werden."
Dieser Weg sei jedoch "sehr personal- und kostenintensiv" gewesen.
Deshalb sei er "leider nicht mehr durchzuhalten".
T-OnlineHotlines sollen kostenpflichtig werden
T-Online-Chef Thomas Holtrop plane zudem, für die Nutzung der bislang kostenfreien Hotlines Geld zu verlangen.
In dem Brief, der am Freitagnachmittag Mitarbeiter der fünf T-Online-Standorte Kiel, Siegen, Ulm, Düsseldorf und Oldenburg per E-Mail zugeleitet worden sei und der "Financial Times Deutschland" vorliege, heiße es: "Durch Umstellung auf kostenpflichtige Hotlines wird eine maßgebliche Verbesserung des Unternehmensergebnisses erwartet."
Von ihrem Allzeithoch bei 48 Euro sind die T-Online-Aktien weit entfernt, selbst der Emissionspreis von 27 Euro liegt in deutlicher Entfernung. Die T-Online-Aktie schloss am Freitag mit 11,55 Euro.
Am Mittwoch hatte der Internet-Portalanbieter Yahoo wegen sinkender Werbeeinnahmen eine Gewinnwarnung abgeben, was die gesamte Branche an den Aktienmärkten unter Druck gesetzt hatte. Analysten versprechen sich von der Bekanntgabe der neuen strategischen Planungen des Vorstandschefs keine maßgebliche Bewegung des T-Online-Aktienkurses. Es sei "nichts Weltbewegendes" zu erwarten, sagten Analysten.
Yahoo: Gewinnwarnung und CEO-Abgang
