Auf dem Weg in die "Cyberdemocracy"
Mit dem Internet gerät nicht nur das Wahlsystem unter Modernisierungsdruck, auch das Demokratiesystem in der Informationsgesellschaft steht zur Diskussion. Dem Thema "Internet und Demokratie" widmete sich eine internationale Tagung in Innsbruck.
Politik- und Sozialwissenschafter gingen der Frage nach, wie demokratische Institutionen und politische Akteure das Potenzial der neuen Medien nützen.
Denn Schlagworte wie Televoting, Government online, Multimediapolitik oder Cyberdemocracy verheißen mehr Bürgernähe und politische Partizipation. Die theoretische und wissenschaftliche Auseinandersetzung steckt in Europa, im Gegensatz zu den USA noch in den Kinderschuhen.
Noch wählen wir wie in der Agrargesellschaft, mit Papier und Bleistift, werfen unsere Stimmbriefe in Bottiche, die wir Urnen nennen, und zählen am Ende des Wahltages die Stimmzettel händisch aus.
Heute um 22:30 im Ö1-Magazin "m@trix"
Beschert das Netz ein Mehr an Demokratie? Kommt es zu neuen
Formen der Bürgerbeteiligung? Erfährt politische Kommunikation einen
Wandel? Kann das Internet die Politik grundlegend verändern?
Anworten auf diese aktuellen Fragen - hören Sie in m@trix.
m@trix - computer & neue medienChristopher Arterton, Dekan der Graduate School of Political Management an der George Washington University berät amerikanische Politiker.
Christopher ArtertonDer Politikwissenschafter Thomas Zittel von der Universität Mannheim hat die Internetnutzung amerikanischer und europäischer Parlamentsabgeordneter untersucht.
Thomas ZittelCarlos Cunha, Associate Professor for Social Sciences am Dowling College in New York untersucht in einer großangelegten Studie die Entwicklung des westeuropäische Parteiensystem in Bezug auf die Nutzung Neuer Medien.
Carlos CunhaIngenieurskunst - oder was war vor der Informatik ?
Atmungsaktiv waren in den 50er Jahren Mäntel aus deutscher Marken-Popeline, zumindest wurden sie so beworben. Autos hörten auf den Namen Rekord oder Kapitän, Städteplaner träumten den Traum des unbedingten Vorrangs der Autos und die Ingenieure, die versprachen uns ein Leben ohne Arbeit.
Wer kennt sie nicht die Phrase vom Ingenieur, dem nichts zu schwer ist? Und wann haben Ingenieure eigentlich damit begonnen, weiße Mäntel anzuziehen?
Wer als erster Ingenieur bezeichnet werden darf, darüber streiten Technikhistoriker noch heute.
Auf der Spur der Vorfahren
In m@trix begibt sich Manfred Schmutzer, Leiter des Instituts für
Technikgeschichte an der TU Wien auf Spurensuche nach der Spezies
der Ingenieure, den Vorfahren der Informatiker.
Abteilung für Technik und Gesellschaft, TU Wien
