Neuer Ärger für Napster
Nach den großen Musikkonzernen und den Produzenten der Grammy Awards hat auch die kommerzielle MP3-Site EMusic gegen Napster Klage eingereicht.
EMusic teilte gestern mit, Grund der Klage sei die Verletzung der Urheberrechte und unfairer Wettbewerb.
Die Klagen von EMusic und Grammy Awards gegen Napster gingen bei demselben Gericht in San Francisco ein, das zuvor auf Drängen der Musikindustrie eine einstweilige Verfügung gegen Napster erlassen hatte. Derzufolge muss die Musiktauschbörse binnen drei Tagen alle urheberrechtlich geschützten Titel von der Napster-Site entfernen, sobald sie von den Musikunternehmen eine Liste entsprechender Titel bekommen hat.
Napster"Aufforderung" seit November 2000
Am Montag hatte das Gericht Napster angewiesen, urheberrechtlich geschützte Titel aus dem Angebot zu entfernen. Napster und der deutsche Partner Bertelsmann setzten unterdessen ihre Gespräche mit den Musikunternehmen über eine Einigung fort.
EMusic-Chef Gene Hoffmann begrüßte die einstweilige Verfügung gegen Napster. EMusic hatte Napster bereits im November 2000 aufgefordert, dafür zu sorgen, den Zugang für Kunden zu sperren, die unerlaubt Musikdateien der EMusic herunterladen.
EMusic zahlt für die bei ihr gehandelten Lieder Lizenzgebühren und verkauft die Titel für Geld.
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