Strategischer Partner für Pixelpark gesucht
Der Medienkonzern Bertelsmann schließt einen vollständigen Ausstieg aus der Multimedia-Agentur Pixelpark nicht aus. Ein Verkauf des 58-prozentigen Anteils sei eine Option, sagte ein Bertelsmann-Sprecher am Mittwoch in Gütersloh der Nachrichtenagentur AFP.
Der Sprecher sagte dazu, es gebe derzeit keine konkreten Gespräche mit Interessenten.
Im Dezember hatte Bertelsmann Medienberichte dementiert, das Gütersloher Unternehmen wolle seinen Pixelpark-Anteil an die Deutsche Telekom verkaufen.
Sollte es zum Einstieg eines Partners kommen, müsse dieser in jedem Fall aus der Medien- und Kommunikationsbranche kommen, betonte Bertelsmann-Sprecher Gerd Koslowski. Bisher plane Bertelsmann aber, seinen Anteil zu behalten. Pixelpark-Vorstand Klaus Eierhoff betonte in einer von Pixelpark verbreiteten Erklärung, Bertelsmann halte "an einer Beteiligung an dem Internet-Dienstleister konsequent fest". Pixelpark kündigte in der Börsenmitteilung das Ausscheiden des bisherigen Finanzvorstandes Jan Kantowsky an. Dieser werde zum 15. April von Annette Koch ersetzt, die bis dato als stellvertretende Geschäftsführerin bei der Bertelsmann-Firma mediaWays tätig ist. Koch solle mit der Pixelpark-Führung das jüngst verkündete Restrukturierungspaket umsetzen, um Effizienz und Profitabilität des Unternehmens zu verbessern.
PixelparkFür das Rumpfgeschäftsjahr von Juli bis Dezember 2000 gibt Pixelpark die vorläufigen ungeprüften Umsätze mit 55 Millionen Euro [rund 750 Mio. ATS] an.
Das stelle ein Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 123 Prozent dar. Das Unternehmen erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Verlust vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen in Höhe von 5,5 Millionen Euro [76 Mio. ATS].
Pixelpark hofft mit der Restrukturierung nun den Sprung in die Gewinnzone zu schaffen. Anleger reagierten aber skeptisch auf die Ankündigung.
