Kurzarbeit bei Handy-Hersteller Motorola
In der Flensburger Fabrik des Mobilfunkspezialisten Motorola wird wegen zurückgegangener Nachfrage nach Handys ab sofort Kurzarbeit eingeführt.
Das sei bereits bei der im vergangenen Jänner beschlossenen Reduzierung von Mitarbeitern vereinbart worden, sagte Geschäftsführer Bent Andersen. Diese Phase dauere "bis in den September hinein". Der weitere Abbau von Arbeitsplätzen könne so vermieden werden.
Hälfte der Mitarbeiter betroffen
"Wir wollen die Beschäftigung sichern, aber das hat zur Folge,
dass wir Kurzarbeit angehen müssen", sagte Andersen. Die Zahl der
betroffenen Arbeitnehmer nannte er nicht. Das Werk habe zurzeit rund
2.250 Beschäftigte. Nach Informationen des Betriebsrats sollen nach
Rundfunkberichten etwa 1.000 bis 1.200 Arbeitnehmer betroffen sein.
MotorolaBetriebsferien sollen Abhilfe schaffen
Außerdem wurden vom kommenden Montag an acht Tage Betriebsferien vereinbart. Die verkürzten Arbeitszeiten seien "in einem Interessenausgleich mit dem Betriebsrat" abgestimmt worden, sagte Andersen.
Zum Teil werden in bestimmten Monaten "bis zur Hälfte der Produktionszahlen herausgenommen". Der Geschäftsführer rechnet am Ende des Jahres wieder fest "mit dem saisonbedingten Boom". Dann werde wieder voll gearbeitet.
