Miniserver mit einem Notebook-Chipsatz
Für Frontend-Server ist nicht die Rechenleistung, sondern die Leistung pro Raumeinheit gefragt. Intels Vizepräsident Mike Fister hat diese Woche in der letzten Keynote des "Intel Developer Forum" [IDF] Miniserver mit einem Notebook-Chipsatz vorgestellt. 168 dieser Miniserver sollen in einem Standard-Rack Platz finden.
Die von Intel aufgekaufte Firma Ziatech ist auf solche Ultra-Dense-Server spezialisiert. Zum Einsatz kommen sie meist bei Frontend-Anwendungen wie Webservern. Dabei übernehmen zahlreiche kleine Server die parallelen Anfragen aus dem Web.
Auf der lokalen Festplatte sind die Webseiten gecacht, die Live-Daten stammen von einem großen Datacenterserver im Hintergrund.
Bei dem auf dem IDF gezeigten System ist es Ziatech gelungen, acht Pentium-III-Server samt redundantem Netzwerkswitch und Netzteil in einem zwei Einheiten hohen Einschub unterzubringen. Pro Rack finden somit 168 Server Platz.
ZiatechEntscheidend für Ultra-Dense-Server ist wie bei Notebooks der Platzbedarf und Stromverbrauch. Als CPU kommen deshalb der Low-Power-Pentium-III, als lokale Festplatte eine 2,5-Zoll-Notebookplatte zum Einsatz.
Aber auch beim Chipsatz ist neben dem derzeit verbauten GX der stromsparende 440 MX aus der Notebookabteilung geplant.
Dieser beherrscht zwar die ECC-Fehlerkorrektur [zum Erkennen und Korrigieren von Bitfehlern] nicht, hat aber beispielsweise keine Probleme beim Ausliefern von Webseiten.
Intel arbeitet derzeit selbst an einem "Notebook-Serverchip": Der 440-MX-Nachfolger soll mehr als 1 GByte RAM und auch ECC unterstützen.
Mehr über den 440 MX
