02.03.2001

IDF

Intel lässt PCI-Bus sterben

Intels Vice President Louis Burns hat auf seiner IDF-Keynote [Intel Developer Forum] das Ende des PCI-Busses eingeläutet. Die Zukunft auf dem Mainboard gehört einem seriellen Bus.

Der PCI-Bus mit seinen maximal 66 MHz ist demnach nicht mehr zeitgemäß für Prozessoren der GHz-Ära.

Deshalb wird Intel auf dem nächsten IDF im Herbst eine neue I/O-Architektur für alle zukünftigen Plattformen vorstellen. Die neue Architektur wird auf einer seriellen Punkt-zu-Punkt-Verbindung basieren.

GHz-Grenze von Kupfer

Die nach ISA und PCI nächste Busgeneration soll bis jenseits von zehn GHz skalierbar sein. Burns erwähnte in seinem Vortrag auch, dass Kupferleiterbahnen nur bis zwölf GHz brauchbar währen.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Basisversion des neuen Busses mit Kupfer arbeitet, spätere Erweiterungen jedoch optische Leitungen nutzen - zumal bei seriellen Bussen ein Wechsel des Übertragungsmediums relativ leicht möglich ist.

Mit dem in letzter Zeit oft zitierten InfiniBand als PCI-Ersatz hat der neue, noch namenlose Bus jedoch wenig gemein. InfiniBand ist durch seine implementierte Managementstruktur für die Vernetzung externer Devices geeignet, auf dem Motherboard ist dieser Overhead aber unnötig.