Uni-Reformen gegen IT-Abbrecher
Die österreichischen Universitäten arbeiten nach eigenen Angaben intensiv an neuen Strukturen für IT-orientierte Studien.
Neue Bakkalaureats-/Magisterstudien in Wien, Linz, Graz und Salzburg sowie IT-orientierte Studien in Innsbruck und an der Wirtschaftsuniversität [WU] Wien sollen mittelfristig den Bedarf der Wirtschaft an hoch qualifizierten IT-Fachkräften sicherstellen, betonte der Präsident der Österreichischen Computer Gesellschaft [OCG], A Min Tjoa.
Den Hintergrund der Reform bildet der Umstand, dass nur rund ein Viertel aller Erstinskribenten ein IT-orientiertes Studium abschließt.
Die OCG will daher mit der Einführung des mehrstufigen Bakkalaureats-/Magisterstudiums die Anzahl der Absolventen auf rund 60 Prozent anheben. Außerdem sollen die Studienpläne so gestaltet werden, dass auch bereits Studierende unter Anrechnung absolvierter Prüfungen auf neue Studienrichtungen umsteigen können. Als Endziel müssten IT-orientierte Magister-Studien jedem offen stehen, der ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen habe, betonte die Leiterin des OCG-Arbeitskreises PRO-IT, Gabriele Kotsis.
Österreichischen Computer GesellschaftWirtschaft ist gefordert
Neben der neuen Bakkalaureatsstruktur der IT-Studien in Wien, Linz und Salzburg sollen ab dem Wintersemester 2001/02 an der Uni Innsbruck Informatik und an der WU Wien Wirtschaftsinformatik als Bakkalaureats-Studium angeboten werden.
Auf Grund der zu erwartenden steigenden Hörerzahlen in diesen Studienrichtungen tritt die OCG außerdem für zusätzliches Lehrpersonal ein und fordert die Wirtschaft auf, zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen und etwa Stiftungsprofessuren einzurichten. Immerhin profitiere sie in der Folge von den hoch qualifizierten Arbeitskräften.
