Psion rutscht in Verlustzone
PDA-Hersteller Psion ist im vergangenen Jahr in die Verlustzone gerutscht und will Kosten durch Geschäftszusammenlegungen sowie Stellenstreichungen einsparen.
Konkret sollen drei Abteilungen zusammengelegt werden und als Folge der Umstrukturierung 20 Prozent der Belegschaft entlassen werden.
Psion vereint nun die Sparten Psion Computers, Psion Connect und InfoMedia. Der Name der neuen Abteilung: Psion Digital Solutions.
Teklogix wird Kerngeschäft
Zum Kerngeschäft werde der Bereich Psion Teklogix aufsteigen, der
Systeme für Unternehmen zur mobilen Erfassung von Inventar
entwickelt. Im Computer- und Modemgeschäft rechnet Psion im
laufenden Jahr demgegenüber mit rückläufigen Umsätzen. An der
Londoner Börse fiel die Aktie in einem schwachen Marktumfeld im
Handelsverlauf auf ein neues Zweijahrestief.
PsionPsion in der Krise
Ende Jänner erst erlitt Psion einen herben Rückschlag, als sich Motorola aus der gemeinsamen Entwicklung eines stiftbasierten PDA zurückzog. Das Unternehmen gilt seither bei Analysten als potenzieller Übernahmekandidat.
Ein Sprecher von Psion-Deutschland betonte aber, dass Psion trotz des Ausstiegs von Motorola weiterhin an der Entwicklung des Smartphones "Odin" festhalten wolle.
Odin basiert auf dem Quartz-Referenzdesign des Symbian-Konsortiums und soll Mobiltelfon und Organizer verschmelzen.
Smartphone wird dennoch gebaut
Der Sprecher stellte damit den Bericht eines amerikanischen
Nachrichtenmagazins richtig, das mit der Überschrift "Psion drops
new product" aufgemacht hatte. Psion suche derzeit nach einem neuen
Partner aus dem Telekommunikationsbereich, mit dem man das
Quartz-Gerät zu Ende entwickeln könne. Das Unternehmen habe seinen
Teil bereits getan und die Organizer-Hardware des Geräts sei fertig.
Verhandlungen mit neuen Partnern für die Mobilfunkeinheit des PDA
seien schon im Gange, sagte er. Namen nannte der Sprecher allerdings
nicht.
Symbian
