27.02.2001

C. E. SHANNON

Bildquelle: ap

Vater des Bits gestorben

Der Mathematiker und IT-Wissenschaftler Claude Elwood Shannon, der in den 30er Jahren durch seine Arbeiten den Weg für die moderne Kommunikationstechnologie geebnet hat, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Shannon, Begründer der Informationstheorie, verband mathematische Theorien mit ingenieurwissenschaftlichen Prinzipien und legte damit das Fundament für die Entwicklung des digitalen Computers, der modernen Kryptographie und für die Investitionstheorien.

Der Begriff "Bit" für "BInary digiT" wurde auf Grund von Shannons Forschung in den vierziger Jahren geprägt.

"Shannon war derjenige, der im Binärcode das Fundament aller Kommunikation entdeckte", würdigte Professor Robert Gallager vom Massachusetts Institute of Technology den Toten. "Aus dieser Erkenntnis erwuchs die gesamte Kommunikationsrevolution."

Basteln und Denken

Gestützt auf das Verständnis, dass sich Informationen in eine einfache Sprache aus den Symbolen "1" und "0" fassen lassen, schrieb der Theoretiker Shannon in jungen Jahren entscheidende Arbeiten. Sie gelten noch heute als Eckpfeiler der Computerwissenschaft und Informationstheorie.

Mit seiner Fähigkeit, abstraktes Denken auf einen praktischen Nenner zu bringen, verhalf Shannon auch dem damals noch jungen Feld der künstlichen Intelligenz auf die Beine.

Vater des Bits

Seine "Symbolische Analyse von Relais- und Schaltkreisen" [A Symbolic Analysis of Relay and Switching Circuits] wird weithin als eine der wichtigsten Thesen in der Wissenschaft betrachtet. Sie war das erste Dokument, das den Begriff "Bit" für die kleinste Informationseinheit benutzte.

Den Anstoß zu diesen Arbeiten hatte die Suche der Telefonindustrie nach einer mathematischen Sprache gegeben, mit der die zunehmend komplexer werdenden Schaltkreise beschrieben werden konnten.