Auch niedrig qualifizierte IT-Kräfte gefragt
Der Arbeitsmarkt benötigt neben hoch qualifizierten Fachkräften immer mehr niedriger qualifizierte IT-Leute, sagt der Bildungsforscher des Industriewissenschaftlichen Institut [IWI], Peter Strobl.
IWI-Studien zum Qualifikationsbedarf am heimischen IT-Sektor hätten nun gezeigt, dass die Personalsituation weiter angespannt und schwierig sei. "Qualifizierter Bedarf ist schwer zu rekrutieren", so Strobl.
Vom IWI befragte IT-Experten sagen für die nächsten zehn Jahren weiterhin einen hohen Bedarf an Absolventen aller Ausbildungsebenen, vor allem aber an Lehrberufs- und Fachschulabsolventen voraus, sagte Strobl weiter.
Verstärkter IT-Einsatz in Klein- & Mittelbetrieben
Gründe dafür seien der Abschluss von grundlegenden
Planungsarbeiten bei IT-Projekten, die jetzt einen massiven
Betreuungsbedarf und damit einen nicht mehr so hohen Bedarf an
qualifiziertem Personal hätten, sowie der verstärkte IT-Einsatz bei
Klein- und Mittelbetrieben, die dafür nicht nur Akademiker
rekrutieren werden. Die Absolventen könnten laut IWI-Studien
vorwiegend für operative Tätigkeiten wie die Installation und
Betreuung von Netzwerken, Service, Verkauf und kleinere
Programmiertätigkeiten eingesetzt werden. In den nächsten Jahren als
besonders wichtig werden von den Befragten die Bereiche Mobilfunk,
Netzwerktechnik, Datenbanken und Internet eingestuft.
Industriewissenschaftliches InstitutOrientierung zu Dienstleistungstätigkeiten steigt
Als wichtigster Trend werde die Orientierung zu Dienstleistungstätigkeiten genannt, so Strobl weiter.
Während die technische Produktion teilweise den Abwanderungstendenzen in Billiglohnländern unterworfen sei, spielten EDV- und IT-Dienstleistungen auf dem Arbeitsmarkt eine immer größere Rolle.
Auch sei eine Veränderung der Qualifikationsanforderungen feststellbar. Neben fachlichen Kompetenzen haben soziale Kompetenzen wie Team- und Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Problemlösungskompetenz an Bedeutung gewonnen, sagte Strobl.
