Colt Telecom Austria mit sehr gutem Ergebnis
Die Colt Telecom Austria GmbH, eine Tochterfirma der börsennotierten britischen Colt Telecom Group plc, hat im Jahr 2000 427 Millionen ATS umgesetzt.
Das für das vergangene Jahr geplante Umsatzziel von 350 Millionen wurde damit deutlich übertroffen. Im heurigen Jahr erwartet Colt Austria einen Umsatzanstieg um die Hälfte auf rund 600 Millionen.
"Zwei Jahre vergehen rasch und in der Telekombranche noch viel rascher", sagte Colt-Austria-Geschäftsführer Gerhard Schuberth am Montag vor Journalisten.
Seit Juni 1999 auf dem Markt
Das Unternehmen, das im Juni 1999 seine Geschäftstätigkeit
aufgenommen hatte, ist mittlerweile nach eigenen Angaben führender
Full Service Provider im Business-to-Business [B2B]-Bereich in
Österreich. Erklärtes Ziel ist es, dass "in absehbarer Zeit jede
zweite E-Commerce-Plattform über Colt läuft".
Colt Telecom300 Millionen in Infrastruktur investiert
Colt Austria beschäftigt derzeit rund 110 Mitarbeiter. Der Personalstand soll heuer auf 160 Mitarbeiter ausgeweitet werden.
Im vergangenen Jahr hat das auf Großkunden spezialisierte Telekom-Unternehmem rund 300 Mio. ATS in die Infrastruktur investiert. In Wien verfügt Colt mittlerweile über einen eigenen Glasfaserring von 75 Kilometer Länge. "Alle wichtigen Businessgebiete in Wien sind damit erschlossen", so Schuberth.
Glasfasernetz soll Richtung Süden erweitert werden
Heuer will das Unternehmen weitere 350 Mio. S investieren. Damit soll das Wiener Glasfasernetz in Richtung Süden erweitert sowie "verfeinert und abgerundet" werden. Außerdem soll das Colt-Angebot vor allem für Klein- und Mittelbetriebe [KMUs] auf jene Landeshauptstädte ausgeweitet werden, in denen eine entsprechende Businesskonzentration vorherrscht.
SDSL für KMUs
Die Angebotsausweitung in die Bundesländer will Colt vor allem durch den Einsatz der neuen Breitbandtechnologie SDSL [Symmetric Digital Subscriber Line] erreichen. Mit SDSL sollen Übertragungsraten von zwei Megabit pro Sekunde ermöglicht werden. "Gerade die Mittelbetriebe drängen zwar ins Internet, haben aber oft einen viel zu schmalen Zugang. Hier besteht ein enormer Nachholbedarf", sagte Schuberth.
