25.02.2001

TU WIEN

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Auf UMTS und ADSL folgt MIMO

Die "4th European Personal Mobile Communications Conference" an der TU Wien gab diese Woche mehr als 200 internationalen Wissenschaftern, Technikern und Ingenieuren die Gelegenheit, gemeinsam über die Zukunft des Mobilfunks nach UMTS zu beraten und neueste Forschungsergebnisse auszutauschen.

Dabei wurde eine neue Technik vorgestellt, bei der mehr als zehnmal schneller Daten übertragen werden als dies bei ADSL heute möglich ist.

Diese neuartige Techniken zeichnet sich dadurch aus, dass die enormen Probleme, die sich beim Mobilfunk stellen - viele, unbekannte Ausbreitungswege der elektromagnetischen Wellen, begrenztes Spektrum, begrenzte Ladekapazität der Akkus - durch mehrere Antennen an der Mobilstation [vulgo "Handy"] bekämpft werden.

Internationale Zusammenarbeit

Dr. Ralf Müller, Wissenschafter am Forschungszentrum Telekommunikation Wien [ftw], hat erstmals ein mathematisch äußerst komplexes Modell der Informationstheorie verwendet, um einfache, aber dennoch exakte Berechnungen der Übertragungskapazität dieser MIMO-Systeme zu gestatten.

Prof. Alister Burr aus York, Großbritannien, sowie Dozent Andreas Molisch von der TU Wien haben, in Kooperation mit AT&T Research in New Jersey, USA, Codierverfahren beschrieben, die für die hohe Übertragungsrate erforderlich sind.

Auch Bluetooth ein Thema

Andere aktuellle Themen der EPMCC 2001, die gemeinsam vom Österreichischen Verband für Elektrotechnik [ÖVE] und der Technischen Universität [TU] Wien veranstaltet wurde, waren etwa die Selbstorganisation mobiler Teilnehmer zu sogenannten Ad hoc-Netzen oder die Vernetzung vieler Gegenstände des täglichen Lebens durch Bluetooth, die kurzreichweitige Funkverbindung.