Kein Militär-Zugriff auf Netzfilterdaten
N2H2, Hersteller von Internet-Filtersoftware, wird das Sammeln und Verkaufen von Statistiken über das Surfverhalten von Millionen von US-amerikanischen Schulkindern einstellen.
Die Entscheidung erfolgte, nachdem Konsumentenschutzgruppen die Öffentlichkeit auf Berichte aufmerksam machten, dass die gesammelten Daten dem amerikanischen Verteidigungsministerium zum Zwecke der Rekrutierung verkauft werden sollen.
40 Prozent aller US-Schulen mit Filter
N2H2s Filter "Bess" wird von 14 Millionen Schülern und von 40
Prozent aller amerikanischen Schulen mit Internet-Filtern benutzt.
N2H2Schulen müssen Filter installieren
Laut N2H2 waren nie persönliche Daten gesammelt oder verkauft worden.
Für das Sammeln und Verkaufen von persönlichen Informationen über Kinder muss laut amerikanischem Gesetz bei den Eltern der Kinder um Erlaubnis gefragt werden.
Laut Beschluss im amerikanischen Kongress letzten Jahres müssen Schulen und Bibliotheken Internet-Filter installieren oder auf staatliche Technologie-Fördergelder verzichten.
Das dazugehörige Gesetz wird Ende April in Kraft treten, die amerikanische Bürgerschutzvereinigung und der amerikanische Bibliotheken-Verband haben eine Anfechtung des Gesetzes vor Gericht angekündigt.
Filtersoftware zum Schutz von Kindern vor bestimmten Sites erfüllt nach Erkenntnissen amerikanischer Verbraucherschützer nicht immer ihren Zweck.
Filtersoftware für Kinder bleibt unzulänglich
