Softwarefehler leitete US-Bomben fehl
Die Angriffe der US-Luftwaffe auf Radarstationen in Irak waren offensichtlich weitaus weniger erfolgreich als bisher angenommen.
Über die Hälfte der insgesamt 25 abgeschossenen Bomben des Typs "AGM-154A" hätten ihr Ziel verfehlt, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums.
Der Pentagon-Sprecher bestätigte damit einen Bericht der "Washington Post". Demnach verfehlten die US-Bomben wahrscheinlich wegen eines Softwarefehlers im Leitsystem ihr Ziel teilweise um bis zu 90 Meter.
Lediglich acht irakische Radarstellungen seien beschädigt worden, acht weitere hätten die Angriffe unbeschadet überstanden, sagte der Sprecher. Über den Zustand der restlichen Anlagen habe er keine ausreichenden Informationen. Es sei jedoch noch zu früh für eine abschließende Beurteilung der Raketenangriffe.
Pentagon"Kolateralschäden"
Nach Angaben des Ministeriumssprechers stehen die Militärs bei der Bestandsaufnahme noch ganz am Anfang.
Laut "Washington Post" wird auch untersucht, ob die Geschoße beim Bestücken der Kampfflugzeuge falsch behandelt worden seien.
Bei den britischen und US-Angriffen am vergangenen Freitag in der Nähe von Bagdad waren nach irakischen Angaben drei Menschen getötet und 30 verletzt worden.
