22.02.2001

GRABBING

Bildquelle: wipo

WIPO will auch Länderdomains regeln

Die Weltorganisation für Geistiges Eigentum [WIPO] hat einen Verhaltenskodex für die Verwalter von Länder-Domains erarbeitet.

Er solle so genannten "Cyber-Squatters" oder "Domain-Grabbers", die sich Namen bekannter Firmen oder Stars als eigene Adressen registrieren lassen, das Leben schwer machen, sagte WIPO-Untergeneralsekretär Francis Gurry am Mittwoch in Genf.

Kodex ist freiwillig

Kernpunkte des Verhaltenskodex sind Verpflichtungen zur namentlichen Dokumentation der Adressbesitzer und zur Anerkennung der internationalen Schiedsgerichte.

Der Text des Kodex stehe bis Ende April zur Diskussion und soll dann von den Mitgliedsländern der WIPO verabschiedet werden, sagte Gurry.

Bisher hätten die Verwalter von 18 der 244 Länder Domain-Namen die Verpflichtungen angenommen. Der Kodex sei freiwillig. Es sei aber aus Imagegründen im Interesse aller, sich anzuschließen, sagte Gurry.

WIPO entschied bisher in 2.080 Fällen

Die Länder-Domains werden überwiegend von privatn Firmen verwaltet, in Österreich von Nic.at und in Deutschland von der DENIC in Frankfurt. Nur in wenigen Ländern sind staatliche Stellen dafür zuständig [Argentinien, Vereinigte Arabische Emirate]. Einige Länder haben die Verwaltung aber auch an Firmen im Ausland verkauft. So verkaufte der Inselstaat Tuvalu mit dem Domain-Namen .tv die Rechte an eine amerikanische Firma.