"Einstampfen einzig positiver Aspekt"
"Dieses sofortige Einstampfen der Verordnung ist der einzig positive Aspekt, den man dieser Angelegenheit abgewinnen kann", erklärt Gerhard Schuberth, Präsident des VAT [Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber].
Lob für die gestrige Entscheidung von Verkehrsministerin Monika Forstinger [FPÖ], die Nummerierungsverordnung [NOV] wenige Stunden nach Veröffentlichung wieder zurückzuziehen, kommt heute, Mittwoch, aus der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ].
Helmut Schönthaler, Vorsitzender der Berufsgruppe Telekommunikation im Fachverband Telekommunikation, meinte, Forstinger habe "eine richtige Entscheidung getroffen und einen unqualifizierten Entwurf zurückgezogen".
Große Besorgnis, unhaltbare Zustände
In die Genugtuung mischt sich beim VAT jedoch "große Besorgnis
über unhaltbare Zustände im Ministerium und die offenbar völlig
unkoordinierte Vorgangsweise zwischen dem Ministerbüro und der
zuständigen Fachsektion".
Rufnummernplan zurückgezogenSechs Milliarden ATS
Um derartige Pannen zukünftig zu vermeiden, schlägt der VAT dem Ministerium vor, endlich den Dialog mit der Telekommunikationsbranche wieder aufzunehmen und zu intensivieren.
Der Rufnummernplan hätte für die österreichische Wirtschaft eine unnotwendige Belastung in der Höhe von sechs Milliarden ATS [436 Mio. Euro] gebracht.
Verbesserung der Situation
Schönthaler meinte, dass für die nächste Zeit mit der Änderung
des Telekommunikationsgesetzes im Zuge der EU-Richtlinien und des
KommAustria-Gesetzes wichtige Themen zur Diskussion stünden, "von
deren Lösung sich die österreichische Telekommunikationswirtschaft
eine deutliche Verbesserung ihrer schwierigen Situation erwartet".
Am 22.9.2000 lag der Rufnummernplan zum ersten Mal auf Eis
