Intel kündigt drastische Kostenreduzierung an
Intel folgt Dell mit der Ankündigung einer drastischen Kostenreduzierung. Allein im laufenden Jahr soll eine Kosteneinsparung von mehreren hundert Millionen USD erreicht werden.
Dazu würden die im April fälligen, jährlich aufgestockten Performance-Zahlungen an das höhere Management bis Oktober verzögert, sagte Intel-Sprecher Chuck Molloy. Im Oktober werde Intel das Geschäftsumfeld neu bewerten und dann entscheiden, ob die Auszahlung der Gelder erfolge oder weiter verschoben werde.
Andere Beschäftigte des Konzerns würden im April nur die Hälfte ihre Performance-Zahlungen erhalten. Zudem werde Intel die Ausgaben für Überstunden und Reisen sowie Beratung drosseln.
Intel hatte Mitte Jänner mit seinen Geschäftszahlen für das vierte Quartal die Gewinnprognosen der Branchenexperten zwar leicht übertroffen, warnte dabei aber vor einem Umsatzrückgang im ersten Quartal 2001. Auf Grund saisonaler Faktoren und der Folgen einer sich weltweit abschwächenden Wirtschaft erwartet der Konzern nach eigenen Angaben einen 15-prozentigen Rückgang der Umsätze gegenüber dem Vorquartal.
Dell plant radikale KostenreduktionMitarbeiterabbau
Das vorgesehene Investitionsbudget von 7,5 Milliarden USD sowie die geplanten Forschungs- und Entwicklungsausgaben für 2001 seien aber von den Maßnahmen nicht betroffen, sagte der Sprecher. "Es gibt keine Änderung beim Ausblick, bei den Investitionsausgaben und bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung."
Bei den Neueinstellungen werde sich Intel auf strategisch wichtige Positionen im Technologiebereich und im Engineering beschränken, sagte der Sprecher weiter.
Durch weniger Neueinstellungen zusammen mit natürlichen Abgängen solle die Anzahl der Mitarbeiter im laufenden Jahr gesenkt werden. Eine genaue Zahl legte Mulloy indes nicht vor.
Zudem werde das Mitarbeiterprogramm, mit dem Beschäftigte ohne eigenen PC kostenlos ein Gerät beziehen können, bis auf das Jahr 2002 verschoben.
