Deutsche Telekom wirbt mit NS-Slogan
Die Deutsche Telekom hat einem Zeitungsbericht zufolge in einer Werbebroschüre den von den Nationalsozialisten missbrauchten Spruch "Jedem das Seine" benutzt.
Damit habe das Unternehmen für seine Produkte werben wollen, berichtet die in Dresden erscheinende "Sächsische Zeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe.
"Jedem das Seine" steht auf dem Eingangstor zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar.
Von Cicero geprägt, von den Nazis missbraucht
Ein DT-Unternehmenssprecher bedauerte der Zeitung zufolge die Formulierung und kündigte an, sie nicht mehr zu verwenden. Die Telekom-Broschüre sei in einer Auflage von 15 Millionen Exemplaren deutschlandweit verteilt worden, heißt es. Der Sprecher führte den Fehler auf Unwissenheit der Werbetexter zurück.
Der Spruch "Jedem das Seine" geht auf das lateinische "Suum cuique" zurück. "Iustitia in suo cuique tribuendo cernitur" - "die Gerechtigkeit zeigt sich darin, dass man jedem das Seine gibt", heißt es etwa bei Cicero. Später hat Friedrich der Große "Jedem das Seine" zu seinem Wahlspruch gemacht.
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