Das Internet als Entwicklungshilfe
Mit Unterstützung der malaysischen und auch der kanadischen Regierung wollen die Wissenschaftler der Universität von Sarawak dem bisher völlig isoliert lebenden Stamm der Kelabit in den Bergen Borneos bei der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Region zur Hand gehen.
Über das weltweite Netz, so die Idee "des Projekts E-Bario", können die Menschen von Bario ihre Erzeugnisse besser vermarkten, um Touristen werben und auch mit Verwandten in fernen Gegenden Kontakt aufnehmen.
"Das Internet ist wunderbar", sagt der Ortschef Henry Jala. "Es ist zwar neu für uns, aber es wird unser Leben umkrempeln." Die meisten in dem 2.000-Einwohner-Ort haben bis vor kurzem nie eine Computertastatur berührt.
"Digitale Kluft" zwischen Arm und ReichKiller-Anwendung E-Mail
Zuerst begegneten die Dorfbewohner den Uni-Leuten mit Misstrauen und Skepsis, als sie das Forschungsprojekt vor rund eineinhalb Jahren zum ersten Mal vorstellten.
Viele befürchteten ein Ende der traditionellen Lebensweise in dem Ort. Dann jedoch willigten die Bewohner von Bario ein, sich zunächst einmal an der E-Mail-Kommunikation zu versuchen.
Mittlerweile hat sich Begeisterung breit gemacht. Vor allem die Freude über Kontakte zu Angehörigen und Freunden in aller Welt hat die Oberhand gewonnen.
Nächster Schritt ist jetzt das Surfen im Internet. Die Bauern sollen so die Wettervorhersage für die kommenden Tage abrufen können oder die aktuellen Marktpreise für Reis und Rohstoffe.
Sie hoffen, mit ihrem Wissen und den neuen Kontakten den Reis von Bario nun auch außerhalb der Region verkaufen zu können und mit einem Internet-Auftritt zahlungskräftige Touristen in die Berge Borneos zu locken.
