Provider von Nazi-Sites gesperrt
Die schweizerischen Internetprovider Swisscom, Sunrise/Diax und Tiscalinet haben auf Antrag der Aktion Kinder des Holocaust [AKdH] den Zugang zum Provider "Front14", der nazistisches Gedankengut im Netz verbreitet, gesperrt.
Dies teilte AKdH am Samstag in einer Aussendung mit. Die Sperre dieses Providers habe zur Folge, dass 754 Nazi-Seiten aus dem Internet verbannt werden. Der gesperrte Provider hostete nur rassistische Homepages mit meist nazistischem Gedankengut, die gegen das Schweizer Strafgesetz verstießen, so AKdH.
Die Sprecherin von Sunrise/Diax, Monika Walser, bestätigte, in der vergangenen Woche auf Verlanlassung der AKdH den besagten Provider gesperrt zu haben. Dasselbe gelte auch für die Swisscom, wie deren Sprecher Sepp Huber sagte.
Sunrise/DiaxNeue Strategie gegen Nazi-Sites
AKdH-Sprecher Samuel Althof bezeichnete die Bestrebungen zur Sperre von Nazi-Homepages als "langen Kampf". Dabei gehe man nach der Strategie vor, solche Seiten weg von den Gratis-Providern hin zu explizit nazistischen Providern zu vertreiben, um daraufhin den Zugang zu diesen sperren zu lassen.
Die Zusammenarbeit mit den Schweizer Providern und den Behörden bezeichnete Althof als "sehr gut". Es werde nun versucht, auch vermehrt im internationalen Bereich gegen Nazi-Homepages vorzugehen.
Die AKdH wird nach eigenen Angaben unter anderem von Persönlichkeiten wie dem israelischen Publizisten Uri Avnery, von Simon Wiesenthal, dem Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel oder dem Ehrenpräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Zürich, Sigi Feigel, unterstützt.
Aktion Kinder des Holocaust
