15.02.2001

WIRELESS

Bildquelle: archiv

NEC baut drahtlosen Internet-PDA

Der japanische Elektronikkonzern NEC will US-Berichten zufolge noch dieses Jahr einen eigenen PDA auf den Markt bringen. Das Gerät soll dank integrierter Funktechnik ohne zusätzliches Handy den drahtlosen Internet-Zugang ermöglichen.

Mit Ausnahme des nur in den USA erhältlichen Palm VII und des ab März verfügbaren Trium Mondo benötigen alle aktuellen PDAs ein Mobiltelefon oder ein zusätzliches Modem, um ins Internet zu gelangen.

NEC stellt bisher keinen eigenen PDA her, liefert aber CPUs, beispielsweise für den Cassiopeia von Casio. Auch der kürzlich getestete Linux-PDA Agenda VR3d arbeitet mit einem 32-Bit-VR4181-MIPS-Prozessor von NEC.

Großunternehmen setzen auf PDAs

Der Einstieg NECs zeigt, dass der PDA-Markt auch für Großunternehmen immer attraktiver wird. Gleichzeitig verschärft sich dadurch jedoch der Konkurrenzkampf.

Der Umsatz mit den mobilen Minirechnern hat sich in den USA im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Nahmen die Hersteller 1999 noch 436,5 Millionen USD ein, waren es im Jahr 2000 schon 1,03 Milliarden USD.

Palm bleibt Marktführer

Unangefochtener Marktführer ist weiterhin Palm vor Handspring. Addiert man die Anteile der beiden Unternehmen, kommt die Palm-OS-Fraktion bei den verkauften Stückzahlen auf 86 Prozent. Die Hersteller von PDAs, die auf Microsofts Pocket-PC-Plattform setzen, haben im letzten Jahr weiter an Boden verloren. Casio rutschte zum Beispiel von elf auf sechs Prozent Marktanteil ab, Hewlett-Packard von 2,9 auf 2,3 Prozent.