Wiener E-Commerce mit 17 Mrd. ATS Volumen
Die Wiener Unternehmen haben sich mit dem Netz angefreundet.
"85 Prozent der Unternehmer in der Bundeshauptstadt haben bereits eine Auffahrt auf den Datenhighway", erklärte Wiens Wirtschaftskammerpräsident Walter Nettig am Dienstagabend vor Journalisten. "Heuer werden die Wiener Unternehmen bereits 17 Mrd. ATS via Internet umsetzen. Das heißt: Zwei bis 2,5 Prozent des Gesamthandelsvolumens werden auf virtuellen Märkten abgewickelt", so Nettig.
Verdoppelung binnen zweier Jahre
Binnen zweiter Jahre könnte sich laut Nettig der
E-Commerce-Umsatz bereits verdoppeln. "Was das in einer Branche
heißt, die mit 0,7 bis 1,5 Prozent Nettogewinnspannen arbeitet,
brauche ich wohl nicht zu sagen", betonte Nettig.
Wirtschaftskammer"Gestandene Händler müssen ins Netz"
Alle, die nicht innerhalb kürzester Zeit auch die neuen Märkte erschlössen, würden Probleme bekommen. "Unsere Strategie ist es dabei, nicht primär neue Unternehmer zu fördern, die voll und fast ausschließlich auf das Internet setzen, sondern gestandene Händler und Gewerbetreibende auch ins Netz zu bringen."
Laut einer OECD-Studie, die nach Angaben der Wirtschaftskammer für Wien Aussagekraft besitzt, werde der Anteil des Internet-Handels am Gesamtumsatzvolumen der Wiener Betriebe im Jahr 2005 die Zehn-Prozent-Marke erreichen, sich also vervier- bis verfünffachen. Am meisten umgesetzt wird derzeit in den Sparten Buchhandel, CD-Handel und Softwarehandel.
KMUs sind führend
Die deutliche Aufholjagd der Wiener Betriebe in Sachen Internet sei, so Nettig, auf die kleinen und mittleren Unternehmen [KMU] zurückzuführen.
Beratung ein voller Erfolg
Mehr als 2.400 Unternehmer sind bereits von der Wiener Wirtschaftskammer zum Thema Internet beraten worden, das großteils kostenlose und geförderte Beratungsangebot der Kammer habe voll eingeschlagen.
