09.02.2001

RÜCKRUF

Bildquelle: fuzo

Neuer Bug in i-Mode-Handys

NTT DoCoMo hat wieder einmal technische Probleme mit seinen i-Mode-Handys. In 230.000 neuen Modellen ist ein Softwarefehler entdeckt worden, der die Geräte beim Aufsuchen von manchen i-Mode-Seiten zum Absturz bringt.

Das Tückische daran: Wenn man die Geräte wieder einschaltet, können Daten gelöscht werden. Ein Sprecher von NTT DoCoMo berichtete heute in Tokio von gelöschten Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Booksmarks sowie Programmen, die von i-Mode-Sites heruntergeladen wurden.

Handys sind nicht im Bilde

Konkret ist das von Matsushita Communication hergestellte Handy-Modell P503i von der fehlerhaften Software betroffen. Es ist eines von zwei neuen Handys, die Ende letzten Monats im Zuge eines Upgrades der von i-Mode angebotenen Dienste ["i-appli''] auf den Markt gebracht wurde. NTT DoCoMo teilte heute mit, dass der Fehler im Zusammenhang mit Darstellung von Bildern auf den P503i-Displays steht, und eine Rückholaktion für das betroffenen Handy-Modell gestartet wurde.

Nicht der erste Bug

Bereits Anfang der Woche musste NTT DoCoMo den Rückruf von 100.000 i-Mode-Handys anordnen. Betroffen waren dabei auch von Sony und Ericsson produzierte Modelle, die eine Reihe von Programmierfehlern aufwiesen.

So fiel etwa bei einem Handy-Modell, auf dem sich Musik speichern läßt, bei eingehenden Anrufen regelmäßig die Stromversorgung aus.

Ein anderes gab bei hinausgehenden Telefonaten die Nummer des Anrufers mit "1234567" an. Weitere Fehler: Der Wochentag wurde nie korrekt angegeben; die Handy-Displays konnten die vor allem für das Ansehen der populären "Hello Kitty"-Sites essentielle Farbe Rosa nicht darstellen.