Frankreichs Telekom-Aufsicht setzt Preise fest
Die französische Telekom-Aufsicht ART hat dem halbstaatlichen Konzern France Telecom Preissenkungen bei den Gebühren für Ortsnetzleitungen auferlegt.
Demnach darf der ehemalige Monopolbetreiber je Leitung höchsten 14,50 Euro [200 ATS] bei den Wettbewerbern in Rechnung stellen, gab die ART gestern bekannt. France Telecom hatte ursprünglich 17,07 Euro gefordert [235 ATS].
Das Ortsnetzmonopol der France Telecom war zum Jahresende 2000 auch in Frankreich ausgelaufen. Die privaten Konkurrenten hatten sich jedoch bei der Aufsichtsbehörde über zu hohe Preise und andere Behinderungen beklagt.
Nach Angaben der Pariser Behörde
liegt der zugestandene Preis über den in Deutschland
praktizierten Gebühren, jedoch niedriger als vergleichbare
Leitungskosten in Großbritannien.
Telecom.frNeuer Chef der deutschen Regulierungsbehörde: Matthias Kurtz
Die Regulierung der deutschen Telekom-Märkte wird nicht gelockert. "Einen Gang zurückzuschalten wäre das falsche Signal", sagte der neue Präsident der deutschen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Matthias Kurth, in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Hauptaufgabe für die nächste Zeit sei, für mehr Wettbewerb im Ortsnetz zu sorgen, betonte Kurth. Hier verfüge die Deutsche Telekom mit rund 98 Prozent Marktanteil über ein Quasi-Monopol.
Für neue Anbieter müsse der Zugang zum Ortsnetz zu kostenorientierten und fairen Bedingungen möglich sein. "Hier müssen wir unser Wächteramt sorgfältig wahrnehmen."
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
