Gewinnrückgang bei WorldCom
Die amerikanische Telefongesellschaft WorldCom hat im vierten Quartal 2000 einen Gewinnrückgang innerhalb der Analystenerwartungen verzeichnet.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringerte sich der Überschuss auf 710 Millionen Dollar oder 0,25 Dollar je Aktie von 1,3 Milliarden Dollar oder 0,44 Dollar je Aktie, teilte das Unternehmen am Donnerstag in New York mit.
Analysten hatten einer Umfrage von First Call/Thomson zufolge nach einer im vergangenen November heruntergeschraubten Ergebnisprognose des Unternehmens ebenfalls mit einem Gewinn von 0,25 Dollar je Aktie gerechnet.
Der Umsatz habe sich im vergangenen Vierteljahr
auf 9,6 Milliarden von 9,3 Milliarden Dollar erhöht, teilte das
Unternehmen weiter mit. Den Angaben zufolge ist der Gewinnrückgang
auf gesunkene Einnahmen bei Ferngesprächen zurückzuführen, während
beim Datenübertragungs- und Internet-Geschäft hohe Wachstumsraten
erzielt worden seien.
WorldComPersonalabbau von 10 bis 15 Prozent geplant
Früheren Angaben aus Unternehmenskreisen zufolge plant WorldCom im Rahmen umfangreicher Restrukturierungen den Abbau von zehn bis 15 Prozent der insgesamt 77.000 Stellen.
Außerdem sollen zwei eigenständige Sparten aufgebaut werden, für die voneinander unabhängige Bereichsaktien, so genannte "Tracking Stocks", ausgegeben werden. Die erste Sparte umfasse das klassische Telefon- und Privatkundengeschäft, während in der zweiten die Datenübertragung und das Geschäftskundengeschäft gebündelt werde.
Die Aktien von WorlCom hatten im vergangenen Jahr rund die Hälfte ihres Wertes eingebüßt und notierten am Donnerstag im frühen Geschäft an der US-Technologiebörse Nasdaq in einem freundlichen Marktumfeld um rund vier Prozent höher bei 20,15 Dollar.
