08.02.2001

MINUS 13 %

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Cisco kracht an der Börse

Die Wall Street hat gestern unter dem starken Kursrückschlag der Aktien des weltgrößten Computernetzausrüsters Cisco Systems gelitten. Der Cisco-Aktienkurs fiel um 13,11 Prozent auf 31,06 USD.

Das Unternehmen hatte zwar Umsatz und Gewinn jeweils um rund 50 Prozent steigern können, aber dennoch weniger erzielt als von Analysten erwartet. Außerdem hatte Cisco eine schwache Umsatzprognose gemacht.

Eines der größten Unternehmen der Welt

Mit rund 300 Milliarden ATS Umsatz pro Jahr ist der Internet-Ausrüster Cisco nicht nur eines der größten Unternehmen der Welt, sondern auch die Lokomotive des Internet-Sektors. 70 Prozent aller Internet-Router stammen aus der Produktion von Cisco Systems.

Mit dem rasanten Wachstum des Internets in den vergangenen Jahren ist auch Cisco rasant gewachsen. In den vergangenen elf Jahren ist der Umsatz von Cisco in jedem Quartal gestiegen. Einen Rückgang hat es bisher noch nie gegeben.

Umsätze könnten zurückgehen

Jetzt könnte das aber erstmals eintreten: Cisco-Chef John Chambers geht davon aus, dass die Umsätze in den nächsten beiden Quartalen stagnieren, vielleicht sogar leicht zurückgehen werden [die FuZo berichtete].

Abkühlung der US-Konjunktur

Monika Rosen, Chefanalystin der Bank Austria, sieht als Grund für den Rückgang der Internet-Investitionen vor allem die Konjunktur-Abkühlung in den USA. Internet-Investitionen machen nun einmal den Löwenanteil unter den Investitionen aus, daher sei logisch, dass sie fallen, wenn generell alle Investitionen zurückgehen.

Aber es gibt auch Signale, die auf eine Sättigung hindeuten. So kommt beispielsweise eine Umfrage des US-Investment-Hauses Sanford Bernstein zum Ergebnis, dass ganze 38 Prozent der amerikanischen Haushalte - vor allem solche im unteren Einkommenssegment und mit schlechterer Ausbildung - keinerlei Absicht haben, einen PC zu kaufen, und zwar selbst dann nicht, wenn PCs noch deutlich billiger werden.