Spieleproduzenten über Sony verärgert
Der von vielen Schwierigkeiten gekennzeichnete Start von Sonys Spielkonsole Playstation 2 hat zu Spannungen mit den Herstellern entsprechender Spielesoftware geführt. Aber gerade mit ihrer Hilfe war es Sony gelungen, seinen Anteil an dem heiß umkämpften 20-Milliarden-Dollar-Markt zu erringen.
Jedenfalls könnte es für den Konzern schwieriger werden, seine Spitzenposition auch weiterhin erfolgreich zu verteidigen.
Das Verhältnis zu den Softwareproduzenten könnte zur Schlüsselfrage für den weiteren Erfolg werden, denn nur mit einer breiten Allianz war es möglich, 1995 mit der Playstation die erfolgreichen Platzhirsche Nintendo und Sega auszustechen.
Sony soll auch die für die Entwicklung
von neuen Spielen erforderlichen Informationen nicht breit und
rechtzeitig genug zur Verfügung gestellt haben. Nun umwirbt
Microsoft die Entwicklergemeinde mit seiner X-Box. Die wichtigsten
Videospielentwickler haben zugesagt, für die X-Box zu entwickeln,
auch weil die Entwicklung für die PC-orientierte
Microsoft-Spielkonsole einfache sein soll.
Verkaufsstart der Sony Playstation 2 in den USAHeftiger Gegenwind durch Nintendo und Microsoft
Nun, wo die Playstation zur weltweit erfolgreichsten Spielkonsole geworden ist, fühlen sich viele Entwickler von Sony vernachlässigt. Sony bedaure die aufgetretenen Lieferschwierigkeiten der Playstation 2, die Produktionsprobleme habe man nun jedoch im Griff, meint Sony-Sprecherin Molly Smith.
Nach dem amerikanischen Verkaufsstart im Oktober weht für Sony mit dem bevorstehenden Start von Nintendos "GameCube" und "Game Boy Advance" sowie Microsofts X-Box bereits heftiger Gegenwind.
Und vielen Spieleentwicklern sitzen die Lieferverzögerungen noch in den Knochen, weil sie dadurch um ihr Weihnachtsgeschäft umgefallen sind. Immer noch liegt Sony nach eigenen Angaben um eine Million Einheiten unter den prognostizierten Verkaufserwartungen.
