Verhafteter Manager verschluckte seine SIM-Card
Der frühere Elf-Manager Alfred Sirven hat bei seiner Festnahme auf den Philippinen die SIM-Card seines Funktelefons herausgenommen und verschluckt.
Das teilte die französische Polizei heute in Paris mit. Unmittelbar vor der Festnahme durch philippinische Polizisten am Freitag habe Sirven noch telefoniert, hieß es.
Als er die Beamten in seine Wohnung südlich von Manila eindringen sah, habe er die Karte seines Telefons herausgenommen, zerstückelt und die Teile verschluckt, vermutlich um die Nummer seines Telefons und seine Gesprächsverbindungen zu verschleiern.
Der 74-Jährige befindet sich
nach seiner Abschiebung aus den Philippinen in Deutschland in
Auslieferungshaft, heute Abend soll er nach Frankreich überstellt
werden.
TotalFinaElfSchlüsselfigur in der Elf-Schmiergeldaffäre
Der 74-jährige Sirven war einst der zweite Mann an der Spitze von Elf Aquitaine - jetzt TotalFinaElf - und gilt als Schlüsselfigur in der Elf-Schmiergeldaffäre.
Vermutete Schmiergeldzahlungen des Konzerns spielen auch in der CDU- Spendenaffäre eine Rolle. Sirven war am Freitag nach mehrjähriger Flucht auf den Philippinen gefasst und nach Frankfurt geflogen worden.
Es wurde erwartet, dass er nach einer Befragung durch den Spenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages an Frankreich ausgeliefert wird. Dort wird er vor Gericht gestellt.
