05.02.2001

LOB & HUDEL

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IBM setzt auf Linux

Der Computerriese IBM investiert immer mehr Geld in das freie Betriebssystem Linux. Auf der Fachmesse LinuxWorld in New York und Paris kündigte der Konzern an, weltweit in den nächsten drei Jahren 330 Millionen USD [351 Mio. Euro] in das Kundenservice für die Einrichtung von Linux-Infrastruktur zu investieren.

Allein in Europa gibt IBM bis 2004 bereits 213 Millionen USD für den Test von Linux-Anwendungen in dafür ausgerüsteten Labors aus.

Wachstum von Linux schneller als bei NT

Zwar steht Linux als Betriebssystem bei neu ausgelieferten Großrechnern [Servern] hinter dem Konkurrenten Windows NT von Microsoft zwar noch auf Platz zwei, sei jedoch mit einem Plus von 24 Prozent im vergangenen Jahr "die am schnellsten wachsende Plattform überhaupt", so IBM.

Die lange Verzögerung des erst seit Anfang des Jahres erhältlichen Linux-Kernels 2.4 bedeute für IBM keine unübliche Verspätung. Das bisherige Prinzip der Weiterentwicklung und Autorisierung solle beibehalten werden und garantiere, dass Linux ein extrem stabiles und sicheres System bleibt.

Keine Kontrolle durch ein Unternehmen

IBM werde weiterhin die Unabhängigkeit des anfangs vor allem bei Hackern beliebten Betriebssystems unterstützen. "Es ist Voraussetzung für den Erfolg von Linux, dass dies ein Standard bleibt, der nicht von einem Unternehmen kontrolliert wird."