Online-Auktionen als Spielwiese für Betrüger
Online-Auktionen waren letztes Jahr Anlass für die meisten Betrugsbeschwerden. 78 Prozent aller Vorfälle gehen auf Auktionen zurück, so eine aktuelle Studie.
Beinahe ein Drittel aller US-Bürger, rund 35,6 Millionen Surfer, haben letztes Jahr eine Auktionssite besucht.
Auch die Betrügereien sind demnach nicht ausgeblieben. Der durchschnittliche Verlust pro Betrugsfall betrug rund 326 USD [4.800 ATS], so ein Report der Konsumentenschützer von der "National Consumers League".
Vierzig Prozent mit Troubles
Vier von zehn Bietern geben an, bei Auktionen Probleme gehabt zu
haben. Zwanzig Prozent haben ihre Ware zu spät erhalten, elf Prozent
erhielten andere Güter als gedacht und zehn Prozent erhielten
beschädigte Ware. Zehn Prozent schließlich erhielten überhaupt
nichts.
Der Bericht online [Englisch]Schecks flott eingelöst
Die meisten User haben mittels Scheck oder Überweisung direkt bezahlt - im Betrugsfall ist der Scheck meist schnell eingelöst.
Rund zwei Drittel derjenigen, die mit Problemen konfrontiert waren, konnten diese mit dem Verkäufer direkt bereinigen. Andere haben sich direkt bei den Auktionssites beschwert bzw. Versicherungen oder Konsumentschützer zu Rate gezogen. Ein Fünftel gab an, die negativen Vorfälle als Lehrgeld abgeschrieben zu haben.
Tipps vom Konsumentenschutz
Die Studie der US-Konsumentenschützer hat auch gleich Tipps parat, wie man "im Eifer des Gefechts nicht die Grundlagen vergisst".
Information ist alles
So solle man sich genau im Klaren sein, wie die jeweilige Auktion funktioniert. Vor dem Platzieren eines Gebots sollte man sich genauer über den Verkäufer informieren. Weiters sollte man die Konditionen für Versicherungen checken, die oft von Auktionssites automatisch angeboten werden. Außerdem sei ein so genanntes Escrow-Service zu überlegen, das gleichsam als Treuhänder den jeweiligen Betrag verwaltet.
Letztes Monat haben US-Behörden einen Mann festgenommen, der im Verdacht stand, eBay-Kunden hereinzulegen. Einige andere wurden angeklagt.
Die Betrüger haben voneinander unabhängig Ware versteigert, aber nicht geliefert. Insgesamt haben sie so mehr als 1,5 Mio. ATS eingesackt.
