Systemintegrator S&T kauft in Tschechien ein
Die börsenotierte Wiener S&T System Integration & Technology Distribution AG übernimmt den tschechischen Systemintegrator NEOS Computer zu 100 Prozent.
Einen entsprechenden Vertrag haben S&T-Chef Karl Tantscher und NEOS-Generaldirektor Jaroslav Crhonek Freitag in Prag unterzeichnet.
Der Kaufpreis wird von S&T in Form von 188.100 neu ausgegebenen S&T-Aktien geleistet, dazu kommt ein ungenannter Barbetrag.
NEOS hat insgesamt 160 Mitarbeiter und ist in den Bereichen Systemintegration, Sicherheits- und Netzwerk-Management sowie Service und Implementierung von Business-Lösungen tätig. Für heuer wird ein Gesamtumsatz von 19 Millionen Euro [261,6 Mio. ATS] erwartet.
NEOS PragUmsatzplus 15 Prozent
Die S&T-Gruppe erwartet sich durch die Akquisition von NEOS heuer eine Steigerung ihres Gesamtumsatzes um 15 Prozent.
Im vergangenen Jahr hat S&T nach vorläufigen Ergebnissen seinen Gesamtumsatz auf rund 110 Millionen Euro fast verdoppelt.
Das EBIT [Ergebnis vor Zinsen und Steuern] wird auf 2,8 Mill. Euro geschätzt. Durch den NEOS-Kauf erhöht S&T die Anzahl seiner Mitarbeiter auf insgesamt 740, von denen 15 in der Wiener Zentrale sitzen.
Was S&T alles in Osteuropa gehört
S&T hat Tochtergesellschaften in 14 Staaten. Umsatzstärkstes Land
war im vergangenen Jahr Slowenien mit einem Anteil von 31 Prozent,
gefolgt von der Ukraine mit 16 Prozent, Kroatien [12 Prozent], der
Slowakei [10 Prozent], Rumänien [9 Prozent], Bulgarien [6 Prozent],
Tschechien [bisher 4 Prozent], Mazedonien [3 Prozent] und Ungarn [3
Prozent].
Firmenprofil S&T30 Prozent der S&T-Kunden sind Telekommunikations-Provider, 20 Prozent sind Banken. Rund 61 Prozent der S&T-Aktien befinden sich in Streubesitz.
