01.02.2001

AUSBLICK

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Mehr Transparenz auf dem Online-Werbemarkt

Der österreichische Providerverband ISPA [Internet Service Providers Austria] hat die Bilanz des Internet-Jahrs 2000 gezogen.

Kein Provider-Massensterben, aber eine Konsolidierung im Privatkundenbereich orten ISPA-Präsident Georg Hahn und Generalsekretär Kurt Einzinger.

Aus Billig-Usern würden zunehmend Qualitäts-User; Qualität, Content und große Bandbreiten würden immer wichtiger.

Mehr Transparenz

Die ISPA will daher mit verstärkter Aufklärung punkten und setzt sich für mehr Transparenz auf dem Online-Werbemarkt ein. Demnach ist eine enge Zusammenarbeit mit der Österreichischen Web-Analyse [ÖWA] geplant.

"Das Vertrauen in den österreichischen Online-Werbemarkt und die Kenntnis der Marktteilnehmer kann nur durch fundierte Marktdaten und Messungen erlangt werden", ist Hahn, der übrigens auch als ÖWA-Beirat fungiert, überzeugt.

Angebote und Zahlen

"Art und Qualität des angebotenen Contents variieren nämlich", konkretisiert er gegenüber der FuZo. "Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der wachsenden Zahl interaktiver Angebote muss sowohl die Aufbereitung als auch die Kommunikation der ÖWA-Zahlen ständig erweitert und verbessert werden."

Mangelndes Know-how auffetten

Er räumt ein, dass oft Start-ups mit mangelnder Erfahrung Content produzieren und umgekehrt Agenturen und Vermarkter, die ihr Know-how vor allem aus dem Printbereich ziehen, den Online-Werbemarkt bedienen würden. Er will durch die neue Achse ISPA - ÖWA verstärkt Aufklärungsarbeit leisten.

Ein weiterer Inhaltsschwerpunkt soll heuer bei den Application-Service-Providern liegen. Viele potenzielle Kunden hätten noch Angst, ihre unternehmensinternen Daten an den ASP-Provider weiterzuleiten. Die ISPA überlegt daher unter anderem auch die Schaffung einer Art Gütesiegel.

Entbündelung läuft langsam

Dorn im Auge ist der ISPA immer noch die Telekom Austria [TA]. Mit Jahresbeginn sei die EU-Verordnung zur entbündelten Teilnehmeranschlussleitung in Österreich in Kraft getreten, die Telekom Austria biete die Teilnehmeranschlussleitung jedoch nicht allen Mitbewerbern zu gleichen Konditionen wie eigenen Unternehmen, wie im Gesetz vorgeschrieben, kritisierte Hahn. Der Regulator sei aufgefordert, die Einhaltung des Gesetzes zu erwirken. Einen Brief zur Legung eines Standardangebots an die TA habe die ISPA bereits verschickt.