Ein Volkscomputer für die Dritte Welt
Mit dem so genannten "Volks-Personalcomputer" will Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso die Benutzung des Internets allen Schichten des südamerikanischen Landes ermöglichen.
Das Gerät sei von der Bundesuniversität des Staates Minas Gerais entwickelt worden und werde in den nächsten vier Monaten auf den Markt kommen, berichteten Medien unter Berufung auf die Regierung in Brasilia.
Mit einem Preis von 400 bis 500 Real [zwischen 3.100 und 3.850 ATS] sollen die Geräte deutlich billiger sein als herkömmliche PCs. Weil aber das Einkommen von Haushalten der unteren Mittelklasse in Brasilien im Schnitt zwischen 600 und 800 Real liegt, dürfte der Rechner für diese Bevölkerrungsschicht zu teuer sein.
Escola de Ciencia da Informacao Minas GeraisFrage des Betriebssystems noch ungeklärt
Die Regierung suche noch Partnerunternehmen, die die Produktion und den Vertrieb in großer Dimension übernehmen sollen, hieß es.
Der PC wird den Angaben zufolge einen Prozessor mit der Leistungsfähigkeit eines Pentium haben und unter anderem über Modem, Maus, Tastatur und Basisprogramme verfügen.
Welches Betriebssystem dafür vorgesehen ist, konnte einstweilen nicht in Erfahrung gebracht werden.
