Disney schließt Go.com
Der Disney-Konzern löst seine bisher eigenständige Internet-Abteilung, die Walt Disney Internet Group [DIG], wieder auf und gibt gleichzeitig das Portal Go.com auf.
Die Internet Group bleibt als Abteilung des Konzerns bestehen und arbeitet unter der bisherigen Leitung weiter. 400 Mitarbeiter werden im Rahmen der Umstrukturierung entlassen.
Der Disney-Konzern ist das bisher letzte US-Medienunternehmen, das Konsequenzen aus der Krise der Internet-Unternehmen zieht, die auch bei etablierten Firmen zu Rückgängen im Anzeigenaufkommen und entsprechenden Verlusten geführt haben.
Go.comDisney erklärte, Go.com werde in reduzierter Form zunächst aufrechterhalten, und die Dienstleistungen und Nutzer würden auf andere Webseiten umgeleitet.
Es sei klar geworden, dass Go.com nie Marktführer werden könne, erklärte Disney-Präsident Robert Iger. Die DIG als eigenständige Aktiengesellschaft zu führen sei nicht länger sinnvoll gewesen.
Die DIG-Aktien würden in Disney-Aktien umgewandelt. Disney wolle auch andere Internet-Beteiligungen wie die 1998 erworbene Suchmaschine Infoseek verkaufen.
