30.01.2001

NACHZÜGLER

"Deutschland hinkt im Netz hinterher"

Deutschland hinkt nach Einschätzung des deutschen IBM-Chefs Erwin Staudt im Internet immer noch hinterher.

"Wir müssen noch mehr tun, um in diesem rasant wachsenden Markt an die Spitze zu kommen", sagte der Chef der IBM Deutschland GmbH am Montagabend.

In den vergangenen zwei Jahren habe man zwar durchaus gute Fortschritte gemacht, doch gebe es immer noch deutliche Defizite gegenüber der Entwicklung in anderen Ländern.

Zurückhaltung verspürt der IBM-Chef auch im deutschen Mittelstand, der neuen Technologien rund um das Internet immer noch skeptisch gegenüberstehe. "Aber wir müssen auf die Lok."

An der deutschen Industrie seien bereits die ersten beiden Wellen der Entwicklung zum Informationszeitalter vorbeigegangen - bei der dritten müsse man vorne dabei sein. Dabei wird es nach Staudts Einschätzung vor allem darauf ankommen, wie schnell die deutsche Wirtschaft auf die neuen Entwicklungen reagiert.

So ist er davon überzeugt, dass der Zugang zum Internet schon in diesem Jahr nicht mehr fast ausschließlich über den PC erfolgen wird, sondern zunehmend durch mobile Zugänge wie das Handy oder Laptops abgelöst werden wird.