27.01.2001

AUTSCH

Bildquelle: ms

Microsoft gibt sich lernfähig

Nach der zweiten DoS-Attacke innerhalb weniger Tage will Microsoft sein Netzwerk "stärker gegen Angriffe von außen" schützen.

Unternehmenssprecher Rick Devenuti räumte in einer Stellungnahme ein, dass der größte Softwareproduzent der Welt Teile seines Netzes, in denen auch Produkte anderer Hersteller eingebunden seien, nicht mit "ausreichenden Selbstschutz-Techniken" ausgerüstet habe.

Damit ist offensichtlich die recht ungewöhnliche Architektur des MS-Netzwerkes gemeint: Statt - wie bei anderen großen Unternehmen üblich - die DNS-Server, die Domain-Namen in IP-Adressen aus derzeit vier Ziffern übersetzen, auf verschiedene Sub-Netze zu verteilen, liegen sie bei MS offensichtlich im gleichen Subnetz.

Diese Besonderheit hat sich der letzte Angreifer zunutze gemacht und den Router des Subnetzes blokiert, in dem die zentralen DNS-Server untergebracht sind. So konnte mit relativ kleinem Aufwand eine große Auswirkung erzielt werden.

Lektion gelernt

Microsoft übernehme die "volle Verantwortung für die Unannehmlichkeiten, die unsere Kunden in den vergangenen Tagen in Kauf nehmen mussten", sagte Devenuti.

Die Firma habe aus den "schmerzhaften Lektionen" der zurückliegenden Tage gelernt und bereits damit begonnen, die Architektur seines Netzwerkes zu verändern.