Yahoo setzt auf "Webvertising"
Yahoo ist trotz der Abkühlung der US-Wirtschaft zuversichtlich bezüglich der Wachstumsaussichten auf dem Internet-Werbemarkt. "Der Anteil der Werbung im Internet wird wachsen", erklärte Yahoo-Chef Tim Koogle auf einer Veranstaltung desWeltwirtschaftsforums [WEF] im Schweizer Davos.
Koogle räumte zwar ein, dass viele Internet-Start-ups sich in Geldnöten befänden und ihre Ausgaben kürzen müssten. Am Wachstumstrend der Branche ändere das allerdings nichts, zeigte sich Koogle überzeugt.
Geringer Anteil auf dem Werbemarkt
Von den gesamten Werbeausgaben entfallen gegenwärtig weltweit zwischen einem und drei Prozent auf das Internet. In den USA beträgt dieser Anteil zwischen zwei und drei Prozent, während in Europa der Anteil des so genannten "Webvertising" bei rund 1,5 Prozent der gesamten Werbeausgaben liege.
Web im Wettbewerbsvorteil
Seinen optimistischen Ausblick für die Branche begründete Koogle mit der Tatsache, dass das Internet das einzige Medium sei, das Werbung und Handel vereinige.
"Das hat ein großes Potenzial. Man kann im Internet Sachen tun, die ohne das Web undenkbar sind", erklärte Koogle.
Koogle räumte allerdings auch ein, Yahoo sei nicht immun gegen die Wirtschaftszykeln und die Kursverluste bei Internet-Unternehmen. "Wir spüren die kurzfristigen Effekte einer sich abschwächenden Wirtschaft", sagte Koogle.
Aber auch die Kunden von Yahoo spürten den gegenwärtig negativen Trend, erklärte er weiter. Etwa 80 Prozent der Einnahmen von Yahoo sind Werbeeinnahmen.
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