25.01.2001

ENTLASSUNGEN

Bildquelle: KLj

Streit um Personalabbau der Telekom

Der Personalabbau bei der Telekom Austria sei in einem Sozialplan vom Oktober 2000 mit der Personalvertretung abgestimmt und von dieser unterzeichnet worden, betonte die Telekom Austria in einer Reaktion auf heutige Aussagen von TA-Betriebsrat Robert Sulzbacher über den wachsenden Unmut in der Belegschaft.

Die Telekom Austria akzeptiere nicht, dass die Umsetzung der vereinbarten Vorgangsweise in Frage gestellt werde.

Streikdrohung

An der vollen Umsetzung der geplanten Personalreduktion von einem Drittel der Belegschaft bis 2004 wird nach dem TA-Statement festgehalten. 10.000 Mitarbeiter würden im Kerngeschäft Festnetz weiterhin Beschäftigung finden.

Bis heute ist - so die Belegschaft - allerdings nicht klar, welche Bereiche die Telekom selbst weiterführen wird, was in neue Gesellschaften ausgegliedert wird und welche Mitarbeiter wohin kommen werden.

Laut Telekom-Betriebsrat Robert Sulzbacher müssen in den nächsten 14 Tagen unbedingt die Zahlen vorgelegt werden, sonst würden "Maßnahmen vorgesehen". Als Maßnahmen nennt Sulzbacher Betriebsversammlungen und - wenn es Personalkürzungen ohne Rücksicht auf den Betrieb gibt - Streik.

Bei der morgigen Aufsichtsratssitzung der Telekom Austria, in der es unter anderem um das noch offene Budget 2001 gehen wird, dürfte durch den heutigen Vorstoß des Betriebsrates schlechte Stimmung vorprogrammiert sein.